Über den Blog

WARUM DIESER BLOG?

Ein Problem unserer Medien heutzutage ist, dass es vor allem darum geht, relevant zu sein. Sender und Verlage sind darauf angewiesen, Gewinne zu erzielen. Ein Journalist entscheidet sich im Zweifel immer dafür über eine Story zu berichten, die sich gut verkaufen lässt, anstatt über etwas von Bedeutung zu berichten.

Der Zwang, relevant sein zu müssen, führt dazu, dass die Medien immer oberflächlicher berichten. Wo die Welt auf der einen Seite immer komplexer wird, Dinge sich immer schneller entwickeln und vernetzen, gibt es auf der anderen Seite die Medien, die versuchen, uns möglichst einfache Erklärungen zu liefern. Eine detaillierte Auseinandersetzung wird kaum noch betrieben und auch gar nicht mehr nachgefragt. Den meisten Menschen bereiten schon Texte Schwierigkeiten, die die Länge einer Twittermeldung von 140 Zeichen übersteigen.

Mein Maßstab ist ein anderer. Ob und wie detailliert ich über ein Thema schreibe, mache ich daran fest, wie wichtig mir das Thema erscheint und nicht daran, ob es gerade angesagt ist. Außerdem widerstrebt es mir, eine komplexe Welt mit einfachen und kurzen Antworten zu erklären. Die Dinge werden zu oft isoliert voneinander betrachtet, obwohl sie in der globalisierten Welt so stark zusammenhängen wie nie zuvor.

Eine anderes Problem, welches gesellschaftlich vermutlich viel tiefer verankert ist, ist, dass Themen wie Krieg und Frieden, Klimawandel, das Massensterben, Armut und Ausbeutung uncool geworden zu sein scheinen. Wie mich das motivierte, erzähle in diesem Artikel.

ÜBER DIE PERSON

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Marius Kaffiné, 23 Jahre alt, studiert Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität zu Köln. 2014 absolvierte er am Goethe-Gymnasium Bad Ems sein Abitur. Neben seinem Studium arbeitet er seit 2015 als Chorleiter und leitet den Frauenchor Koblenz Pfaffendorf sowie den Männerchor Becheln. Er singt unter anderem im Vokalensemble Rhein-Lahn und im Landesjugendchor Rheinland-Pfalz.

WAS SIND MEINE POLITISCHEN ÜBERZEUGUNGEN?

Ich bin Humanist und gegen jede Art von Krieg. Wir brüsten uns seit 71 Jahren damit, Frieden in Europa zu haben, während er andernorts auch mit Hilfe deutscher Waffen weitertobt. Die Würde des Menschen ist unantastbar und zwar überall. Krieg muss obsolet werden.

Rosa Luxemburg sagte einmal, dass Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden ist. Die Redefreiheit ist dabei besonders wichtig und schüt­zens­wert. Es darf keine Einschränkung dieses Rechts geben, keine Tabuthemen. Das Denunzieren Andersdenkender ist zutiefst undemokratisch.

Ich halte es für notwendig, immer wieder auf die Verantwortung jedes Einzelnen für die Gesellschaft hinzuweisen. Zu viele Menschen geben ihre Stimme an der Wahlurne im wahrsten Sinne des Wortes ab, um sich danach jeglicher gesellschaftlicher Verantwortung entziehen zu können und verkennen so die Möglichkeiten ihrer Einflussnahme. Ein Beispiel: Wenn man die Grünen wählt, um den Regenwald zu schützen, hat diese Stimme keine Wirkung solange man nicht z.B. seinen Fleischkonsum reduziert. Demokratie ist immer nur so stark wie ihre Demokraten.

Die gewaltige Politikverdrossenheit heutzutage resultiert aus der Konzeption unseres politischen Systems. Mangelnde Bürgerbeteiligung, ein zu starker Fokus auf Personen anstatt auf Inhalte oder auch der Fraktionszwang in Parlamenten sind Dinge, die Bürger vor der Auseinandersetzung mit Politik abschrecken. Politikverdrossenheit ist quasi systeminhärent und eben dieses System gilt es neu zu überdenken.

Das Technologiezeitalter bietet uns gewaltige Chancen, die negativen Begleiterscheinungen des Kapitalismus zu mildern. Ob dezentrale Energieversorgung, Quantencomputer oder Roboter: Die Möglichkeiten sind unendlich. Zugleich sind wir angesichts der ökologischen Situation der Erde gezwungen, unsere Lebensweise radikal zu ändern. Alternatives Denken ist al­ter­na­tiv­los.

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